
Smarthome Sicherheit19. Mai 20261 Min. Lesezeit
Der günstigste Sensor im Haus liegt unter der Spüle
Wasserschäden sind der häufigste Schadensfall in der Hausratversicherung Europas. Sensor und Ventil kosten weniger als die Selbstbeteiligung.
Gegen Feuer versichert man sich emotional. Wasser ist das, was tatsächlich passiert. Ein Waschmaschinenschlauch, eine Spülmaschinendichtung, eine Verbindung hinter der Wand - ein schleichendes Leck kann einen Tag lang laufen, bevor es jemand bemerkt, und die Reparatur bemisst sich in Böden und Schränken, nicht in Sanitärarbeit.
Die Technik dahinter ist unspektakulär und günstig. Ein Sensorpuck mit zwei Kontakten kommt unter die Spüle, hinter die Maschine und neben den Heizkessel. Ein motorisiertes Ventil kommt an die Hauptleitung. Wasser überbrückt die Kontakte, das Ventil schließt, und dann klingelt Ihr Telefon - in dieser Reihenfolge, und darin liegt der ganze Sinn. Eine Meldung, die man eine Stunde später liest, ist keine Lösung.
Zwei Details unterscheiden ein System, das funktioniert, von einem, das im entscheidenden Moment versagt. Das Ventil sollte sich regelmäßig selbst bewegen, denn ein Ventil, das drei Jahre stillstand, bewegt sich am Tag X womöglich nicht. Und es sollte einen Handhebel geben, denn Installateure kommen mit Schraubenschlüsseln, nicht mit Apps.
Ob Ihr Versicherer dafür einen Nachlass gewährt, ist von Markt zu Markt verschieden. Ob es sich beim ersten geplatzten Schlauch rechnet, nicht.



