
Nachhaltigkeit Energie Mobilität29. April 20261 Min. Lesezeit
Das Auto in der Einfahrt ist der größte Speicher, den Sie besitzen
Bidirektionales Laden funktioniert endlich in der Praxis - mit einer Bedingung, die die meisten übersehen.
Ein Elektroauto der Mittelklasse trägt zwischen 60 und 80 Kilowattstunden. Ein großzügiger Hausspeicher trägt zehn. Das Auto steht die meiste Zeit seines Lebens zu Hause. Die Rechnung ist seit einem Jahrzehnt offensichtlich; gefehlt hat die Technik dazwischen.
Die ist inzwischen weitgehend da. Bidirektionale Wallboxen sind im Handel, mehrere Hersteller haben Vehicle-to-Home für Fahrzeuge freigeschaltet, die längst in Einfahrten stehen, und die Netzanschlussregeln in weiten Teilen Europas beschreiben inzwischen, wie es sich verhalten soll, statt ob es darf. Ein Haus kann über die Abendspitze aus seinem Auto laufen und es nachts günstig wieder laden.
Die übersehene Bedingung: Das Auto muss es können, und die Unterstützung gilt je Modell und oft je Modelljahr, nicht je Marke. Eine Wallbox, die es beherrscht, und ein Auto, das es nicht tut, ergeben eine teure Steckdose. Prüfen Sie zuerst das Fahrzeug, dann die Box.
Die zweite Frage kann Ihnen niemand abnehmen: Wie viel Reichweite Sie dem Haus leihen wollen. Die meisten Systeme lassen eine Untergrenze setzen - 60 Prozent fürs Fahren behalten, den Rest dem Gebäude überlassen. Das funktioniert gut bis zu der Woche mit der ungeplanten langen Fahrt, und genau deshalb ist die Grenze einstellbar.



