
Nachhaltigkeit Mobilität Energie18. August 20261 Min. Lesezeit
Überschussladen, ohne Fachjargon erklärt
"Vom eigenen Dach laden" klingt einfach, bis eine Wolke vorbeizieht. Das machen die guten Umsetzungen daraus.
Überschussladen bedeutet genau eines: dem Auto nur den Strom zu geben, den Ihr Dach über den aktuellen Hausverbrauch hinaus erzeugt. Wasserkocher an - das Auto nimmt weniger. Wolke vor der Sonne - noch weniger.
Das Problem: Ein dreiphasiger Lader hat eine Untergrenze. Unterhalb von etwa 4,2 Kilowatt kann er gar nicht liefern, und ein typisches Hausdach erzeugt einen großen Teil des Jahres weniger. Eine naive Umsetzung lädt deshalb stoßweise: an, aus, an, aus - das schadet niemandem besonders, liefert über einen Nachmittag aber sehr wenig Energie.
Die besseren Umsetzungen tun zweierlei. Sie fallen auf eine Phase zurück, was die Untergrenze auf rund 1,4 Kilowatt senkt und das Auto auch an einem bewölkten Nachmittag sanft weiterladen lässt. Und sie lesen einen dynamischen Tarif, um den Rest, sobald die Sonne wirklich fertig ist, in die günstigsten Stunden vor Ihrer Abfahrt zu legen.
Ein letzter praktischer Hinweis: Dafür braucht es einen Zähler, der das ganze Haus sieht, nicht nur die Wallbox. Überschuss ist eine Subtraktion, und man kann nicht abziehen, was man nicht misst.



