
Nachhaltigkeit Energie16. April 20261 Min. Lesezeit
Ein Hausspeicher ist heute ein Tarifprodukt
Die eigene Sonne zu speichern ist nur die Hälfte. Die andere Hälfte ist zu wissen, was die nächsten sechs Stunden kosten.
Das ursprüngliche Argument für einen Hausspeicher war einfach: Das Dach produziert mittags, der Haushalt verbraucht um sieben, also speichert man die Differenz. Das Argument gilt weiterhin - und für sich genommen amortisiert es sich langsam.
Verändert hat sich der Tarif. Mit einem dynamischen Vertrag bewegt sich der Preis je Kilowattstunde über den Tag, mitunter um den Faktor drei, gelegentlich unter null, wenn das Netz mehr Wind hat, als es verwenden kann. Ein Speicher, der die Preise von morgen lesen kann, ist kein Solarzubehör mehr, sondern ein Arbitragegerät: laden, wenn Strom günstig oder kostenlos ist, entladen, wenn er teuer ist, und immer zuerst das Dach nutzen, solange das Dach liefert.
Zwei praktische Hinweise. Erstens die Chemie: Lithium-Eisenphosphat gibt etwas Energiedichte dafür her, in einer angebauten Garage kein Brandrisiko zu sein - für ein Wohnhaus der richtige Tausch. Zweitens die Frage des Stromausfalls: Nicht jeder Speicher hält das Haus am Laufen, und die, die es tun, unterscheiden sich darin, wie schnell sie umschalten. Wenn die Rechner anbleiben sollen, ist das die Angabe, die zählt.
Die Amortisation hängt weiterhin von Ihrem Dach, Ihrem Tarif und Ihrem Verbrauch ab. Aber die Rechnung ist von "irgendwann" zu "plausibel innerhalb der Garantie" gewandert, und das ist ein anderes Gespräch.



